In der Kombiklasse 3/4 wird derzeit das Thema Feuer von Klassenlehrerin Claudia Gierisch behandelt.
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Um die theoretischen Fähigkeiten praktisch zu unterlegen, lud sie Feuerwehrmann Robert Huber ein. Er kam dazu im Schutzanzug und Atemschutzmaske in die Klasse. Herr Huber erklärte, dass er in einer Werksfeuerwehr eines Chemiewerkes arbeitet und täglich im Schnitt drei Einsätze hat.

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Dabei muss er Brände mit Sand, Schaum, CO2 und Wasser löschen. Besonders beeindruckt hat die Schülerinnen und Schüler als er über sein schlimmstes Erlebnis erzählte. Es passierte bei einer Abseilübung vom 190m hohen Werksturm, bei der die Seilaufhängung nachgab und er sich 3m im freien Fall befand. Da zitterten bei dem Profi schon mal die Knie. Zum Glück war nichts passiert. 
In der Kombiklasse führte er vor:
- die grüne Atemmaske mit Frischluft, die den Verletzten aufgesetzt wird.

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- Brandlöschung mit CO2

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- seine nicht entflammbare Schutzkleidung, die ein aufgesetztes Streichholz allenfalls ein wenig schwarz färbte.

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Fotos und Text: Claudia Gierisch

Die ganze Schule und auch Leute aus dem Dorf gaben im November Päckchen für die Aktion "Geschenk mit Herz" ab. Dies ist eine Aktion von humedica e. V. in Zusammenarbeit mit Sternstunden e.V. sowie dem Medienpartner Bayern 2.

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Fotos: Claudia Gierisch

Heute wurden nun die Päckchen abgeholt. 

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Eifrig halfen die Mädchen und Buben mit einzuladen. 

Den Kindern, die unsere Päckchen geschenkt werden, wünschen damit wir ein frohes Fest.

Wir freuen uns, anderen Freude bereiten zu können.

Chamer Zeitung vom 10.10.19

Kleine ganz groß in Erster Hilfe        

Kombiklassen der Geiganter Grundschule absolvieren beim BRK den „Juniorhelfer“

Da hätten auch die Mamas noch was lernen können. Etwa, wie man den Finger richtig mit Pflaster beklebt, wenn man sich in die Kuppe geschnitten hat. Aber nun wissen ja ihre Kinder Bescheid und können die Mütter im Notfall verarzten. Diese erfahren an zwei Tagen in der Geiganter Grundschule das Wichtigste in Sachen Erste Hilfe von Sabine Rackl, der stellvertretenden Leiterin der Jugendarbeit im BRK-Kreisverband Cham.
„Juniorhelfer“ nennt sich das Programm, und dabei gibt es zwei verschiedene Varianten: eine für die kleinen Grundschüler, eine für die größeren. Rackl ist am Mittwoch und Donnerstag jeweils zuerst in der Kombiklasse 1/2 und später in der Kombiklasse 3/4. In beiden Stufen versteht es die 42-Jährige ausgezeichnet, den Schülern ihr Wissen kindgerecht nahezubringen. Kein Wunder, ist sie doch selbst vierfache Mutter und hat auch entsprechende Schulungen absolviert.
Im Zuge der „Woche der Gesundheit“ habe man das BRK eingeladen, erklärt Evelyn Lempart-Dischner, die Leiterin der 28 Kinder starken Kombiklasse 1/2. Für die seien das „besondere Tage“, meint Lempart-Dischner. Und tatsächlich: Die Buben und Mädchen sind begeistert bei der Sache. Schon bei der Theorie, mit der Sabine Rackl den „Juniorhelfer“ beginnt.

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Theorie und Praxis 
Da geht es zum Beispiel darum, was zu tun ist, wenn ein kleinerer Unfall passiert. „Trösten ist ganz wichtig“, sagt Rackl. „Drücken, streicheln, oder einfach sagen: ‘Komm, ich spiel’ mit dir, dann vergisst du, dass du dir wehgetan hast’.“ Und natürlich, dass man Erwachsene dazu holt. Da kann Sophia sofort sagen, warum die Kinder das machen sollen: „Weil die wissen immer gleich, was man machen muss.“ Ja, und was ist, wenn der Papa in der Arbeit ist und sich die Mama was tut? – Rackl: „Ganz viele Unfälle passieren der Mama in der Küche.“ Ja, dann können die Kinder jetzt immerhin schon den tollen Pflasterverband anlegen, falls es sich nur um eine Schnittwunde handelt: Wenn man ein längeres Stück Pflaster Ecke auf Ecke legt und bei der unten entstandenen „Kurve“ rechts und links jeweils einen „Schmetterlingsflügel“ abschneidet, kann man die Fingerkuppe derart verkleben, dass das Pflaster perfekt hält – und die Mama weiterkochen kann. Das üben die Kinder dann auch gleich mit dem Pflaster aus dem Verbandsbeutel, den Sabine Rackl verteilt hat: falten, schneiden und den Zeigefinger des Sitznachbarn verpappen. Sitzt, wackelt, hat Luft! 

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Mit dem „Juniorhelfer“ geht das BRK an die Schulen im Landkreis. Wobei es immer noch einige wenige gebe, die das nicht wollten, sagt Rackl. „Aber ich denke, das wird jetzt besser“, denn im HSU-Heft der vierten Jahrgangsstufe gehe es nun auch um Erste Hilfe, und da werde exakt auf den Kurs des BRK verwiesen. Evelyn Lempart-Disch-ner ist jedenfalls glücklich mit der Entscheidung, dass die Geiganter Schule mitmacht. Sie ist, wie ihre Kolleginnen, angetan von der Art und Weise, wie Rackl den Kindern ihr Wissen weitergibt.
Die macht die Schüler gerade darauf aufmerksam, dass es auch Situationen gibt, in denen man jemanden braucht, der sich „supergut“ auskennt. Also einen Arzt und womöglich sogar noch einen Sanka. Das Wichtigste ist immer der Notruf“, betont die Referentin. Dass die Nummer dafür 112 lautet, wissen alle Kinder. Wo es dann klingelt, nur ein paar wenige. „In München oder Regensburg“, sagt ein Junge. Letz- teres ist natürlich richtig: Es klingelt in Regensburg bei der Integrierten Leitstelle. Da derjenige, der dort Dienst tut, aber nicht „bis nach Geigant schauen kann“, ist er ganz dringend auf die Informationen der Anrufer angewiesen, macht Sabine Rackl den Buben und Mädchen deutlich.

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Nicht auflegen!
Fünf Dinge seien ganz wichtig, damit die Rettungsleitstelle einen Sanka schicken kann, erklärt sie den Kindern: zu wissen, wo etwas passiert ist, was, wie viele Verletzte es gibt, um welche Verletzungen es sich handelt, und dass man so lange am Telefon bleibt, bis der Mann oder die Frau von der Leitstelle keine Fragen mehr hat. „Erst auflegen, wenn die sagen: ‘Jetzt darfst du auflegen’!“ So lange müsse man unbedingt am Telefon bleiben. Es könnte ja zum Beispiel sein, dass der Sankafahrer nicht gleich zu der Adresse hinfindet. Und dann muss man vielleicht zum Gartentürl gehen und winken. Die Kinder erfahren auch noch, dass man von jedem Handy aus einen Notruf absetzen kann, auch wenn man die PIN nicht weiß. Im weiteren Verlauf des Kurses lernen die Buben und Mädchen, wie man bei Kopfverletzungen Verbän- de anlegt oder die stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit durchführt. Zum Schluss dürfen alle ihre Urkunde als „Juniorhelfer“ in Empfang nehmen.

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„Durch Wissen stärken“
„Schularbeit ist ein besonderes Anliegen des BRK“, betont Stefan Raab, Referatsleiter Ehrenamt, Breitenausbildung und Kindertageseinrichtungen sowie Schulbeauftragter beim BRK-Kreisverband. Er hat den Schülern für ihre engagierte Mitarbeit gedankt. Wie er informiert, bietet das BRK bereits für Kindergartenkinder einen Kurs an, er nennt sich „TrauDich“, in der Grundschule gibt es dann den „Juniorhelfer“. Letzterer geht über acht Unterrichtseinheiten und hat folgende Inhalte: Pflasterverband, Notruf, Bauchschmerzen, Kopfverletzung, Bewusstlosigkeit, Verbrennung, Knochenbruch, starke Blu- tung. „Durch Wissen stärken“ sei eines der Ziele des „Juniorhelfer“-Programms im Jugendrotkreuz. Oftmals sei die Angst davor, etwas falsch zu machen, größer als die Bereitschaft zu helfen. Deshalb sollen Kinder bereits früh dahingehend sensibilisiert werden, dass jeder – auch ein Grundschüler –, wertvolle, oft lebensrettende Maßnahmen erlernen und im Notfall durchführen kann. „Je früher Kin- der oder Jugendliche lernen, professionelles Helferverhalten an den Tag zu legen, umso selbstverständlicher und unbefangener leisten sie auch später Hilfe“, sagt Stefan Raab.

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Anmeldungen von Schulen für das Programm können bei ihm oder seiner Kollegin Annemarie Auer erfolgen, Telefon 09971/850016. Unkostenbeitrag fünf Euro pro Kind.

Mitreißend und lustig
Auch an der Grundschule Geigant wurde der 16. Bundesweite Vorlesetag gefeiert. Christian Liegl, derzeit Mitarbeiter im Jugend- und Mehrgenerationenhaus, konnte von Förderlehrerin Annette Roßmann zum Vorlesen gewonnen werden.

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Mit seiner Gitarre führte er gekonnt zum Vortrag hin. Er las das Buch „Pippilothek??? - Eine Bibliothek wirkt Wunder“ vor, ein bezauberndes Werk für alle, die lieber Bücher fressen, als Mäuse. Da können selbst schlaue Füchse von dummen Hühnern lernen.
Anfangs mutmaßten die Schulkinder, worum es in der Geschichte gehen könnte. Durch den klaren, betonten und strukturierten Vortrag von Herrn Liegl kamen sie schnell darauf, dass es nicht darum geht, dass der Fuchs die leckere Maus frisst, sondern dass er begierig schließlich das Lesen lernen will. 

 

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Die Erstklässler, die gerade das Lesen lernen, fanden sich in der Geschichte wieder. Alle Mädchen und Buben verfolgten gebannt wie sich die Maus und ein Huhn geschickt der Fresslust des dummen Fuchses entziehen konnten. Ein Aufatmen ging durch die Reihen, als der Fuchs von seinem Vorhaben, die Tiere zu verspeisen, abließ. Die wunderschönen Bilder aus dem Bilderbuchkino verdeutlichten stimmungsvoll den Inhalt der Geschichte. Im deutschsprachigen Raum ist dies ein einzigartiges Buch, das Bibliotheken in die Welt der Kinder hineinträgt und ihnen den Wert des Lesens aufzeigt. 

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Zum Schluss bedankte sich Frau Roßmann beim Vorleser mit einer Nettigkeit und einem Dankplakat.

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